Sammlergarten

Auf ca. 5000 m² befindet sich der Sammlergarten mit über 1500 verschiedenen Pflanzenarten und Sorten.

Die meisten von ihnen sind mit ihrem botanischen Namen einige zusätzlich mit der deutschen Bezeichnung beschildert. Der Garten befindet sich auf der Hofstelle und einem Teil ehemaligen Grünlandes. Am Wohnhaus und den Wirtschaftsgebäuden ist bedingt durch hohe Eichen der Schattengarten. Hier wachsen
zahlreiche  Rhododendron- und Ilexsorten. Am Fuss vieler Bäume befinden sich Efeupflanzen, die später einmal die hohen Stämme erklimmen sollen und mit ihren unterschiedlichen Form- und Farbnuancen Abwechslung in den Schattengarten bringen. Auch verschiedene Acer gedeihen unter den Eichen, wenn man damit leben kann, dass sie hin und wieder von Raupen zerfressen werden. Hostas sind natürlich total beliebt, wenn man mehr Schatten als Sonne hat. Eine Sammlung von Mini-Hosta-Pflanzen befindet
sich am Fusse einer sehr alten Buche zwischen moosbedeckten mächtigen Baumwurzeln. Es gibt natürlich noch viel mehr Schattenpflanzen, aber darüber schreibe ich an anderer Stelle.

Der größte sonnige Gartenbereich liegt vor dem Ortsschild an der Wenzinger Straße und ist der beliebteste und spektakulärste Anziehungspunkt im Garten. Es handelt sich um eine Art Senkgarten oder -landschaft in der auf 1000m² diverse nicht alltägliche Gehölze Platz finden, sowie viele andere Zier-und Nutzpflanzen. Kräuter, Bienen- und Hummelpflanzen stehen dort hoch im Kurs, da natürlich auch der Garten dem ökologischen Gesamtkonzept des Hofes Rechnung tragen soll. In diesem Gartenbereich werden Höhenunterschiede von bis zu 3 Metern durch zahlreiche Wege auf verschiedenen Ebenen begehbar gemacht. In der Mitte des Senkgartens an der tiefsten Stelle befindet sich ein Naturteich ohne
Folie. Eine Lehmschicht hält das Wasser einigermaßen, und ab und zu wird Brunnenwasser nachgefüllt, um den Wasserstand wieder anzuheben. Ein Gewächshaus mit Tomaten und seltenen einjährigen Pflanzen schließt sich an den Senkgarten an.

Der Garten soll zu jeder Jahreszeit etwas bieten und ein Spaziergang durch ihn soll selbst im Winter eine Entdeckungsreise sein. So endete das Jahr im Dezember 2013  mit der Blüte der Lonicera x purpusii (Winterblühende Heckenkirsche gehört zu den Geissblattarten) und das Jahr 2014 begann im Januar mit der Blüte von Cyclamen coum (Frühlingsalpenveilchen-bissl früh für Frühling) und einigen Helleborus (Lenzrose, Nießwurz) und Hamamelis (Zaubernuss).

Die Schneeglöckchen, Krokusse und Lerchensporne stehen zu dieser Zeit auch schon in den Startlöchern und bei den Leberblümchensorten lassen sich die  Blütenknospen erfühlen, wenn man sich durch das ganze Eichenlaub wurschtelt. Und wenn nun absolut gar nichts blühen will, gibt es immer noch ganz viele immergrüne Pflanzen. Absolute Favoriten unter ihnen sind die Ilexsorten. Sie sind noch nicht groß, aber die Farbwirkung in einem winterlichen Schattengarten ist unübertroffen.

Im Winter, wenn der Garten ruht, beschäftigt sich die Gartenbesitzerin mit der Instandhaltung des alten Bauernhauses und macht Dekorationen aus alten Wurzeln und anderem Fundmaterial aus Wald und Garten. Diese Dekorationen finden sich dann im Garten oder in den alten Schuppen und Ställen wieder.